Tesla unter Druck

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Warum Tesla in Sachen Akku vor der Konkurrenz zittern muss Nachricht

Zuerst war der Entwurf des Autos da, dann erst ging es bei Tesla daran, eine Fabrik zu bauen, in der das Modell in hoher Stückzahl überhaupt hergestellt werden kann. Ein solches Vorgehen wäre für die alteingesessenen Rivalen undenkbar. Wollten sich die konkurrierenden Autobauer ausschließlich auf das Thema Elektromobilität konzentrieren – so wie Musk mit Tesla – müssten bei VW, BMW, Toyota und Co. Zehntausende Ingenieure entlassen werden. Und um die Werke vollständig mit Elektroautos auszulasten, müssten direkt Hunderttausende der elektronischen Wagen auch verkauft werden – ein Risiko, dass die etablierten Autohersteller natürlich nicht eingehen. Tesla setzt also deutlich mehr auf eine Karte.

Damit hat sich Musks Unternehmen jedoch auch einen Vorsprung auf dem Feld der Elektroautos verschafft. Doch zu welchem Preis? Teslas Batterie-Initialzündung hat Schwachstellen Die Krux bei den Elektroautos ist vor allem die Laufzeit der Batterien und damit einhergehend die Reichweite, die die Autos mit einer Ladung zurücklegen können. Um eine möglichst große Reichweite für die Teslas zu erzielen, ließ Musk seine Techniker einfach mehrere Batterien hintereinanderschalten. Auf diese Weise kamen Tesla-Fahrer mit einer Ladung bereits fünfhundert Kilometer weit, während die Konkurrenten über dieses wenig raffinierte Vorgehen noch die Köpfe schüttelten. BMWs i3 schafft es zum Vergleich mittlerweile auf eine Reichweite von dreihundert Kilometern dank neuen Lithium-Ionen-Zellen mit einer höheren Speicherdichte. Für Tesla waren die umfunktionierten Laptop-Akkus die Initialzündung.

Sie weisen eine relativ hohe Energiedichte auf und sind dabei günstig. Doch warum sind die anderen Autohersteller nicht längst auf den Zug aufgesprungen und haben es Tesla nachgemacht? Der Grund: Die Batteriezellen aus der Konsumentenelektronik haben trotz hoher Energiedichte einen entscheidenden Nachteil. Teslas Batterien sind Zeitbomben Tesla ist mit seinen umfunktionierten Laptop-Batterien ein großer Coup gelungen. Die Autos erzielten Reichweiten, die die der Konkurrenz in den Schatten stellten. Doch die Zellen haben Nachteile: Sie weisen eine geringere Zyklenlebensdauer auf, sind also nicht sehr langlebig. Die große Reichweite erzielt Tesla dadurch, dass sehr große Akkupakete im Fahrzeug verbaut sind. „Aber sie kriegen mit einer 18650-Zelle keine zwanzig Jahre Lebenszeit hin“, sagte der CEO von Europas größtem Batteriehersteller BMZ, Sven Bauer, gegenüber dem ADAC-Blog „adacemobility“ bereits im Oktober zweitausenddreizehn Er traue einem Tesla-Akku, sofern dieser geschont würde, „vielleicht acht Jahre“ zu, so Bauer weiter. Und er prophezeit: „Tesla wird ein Problem bekommen, weil der Kunde nach fünf, sechs Jahren kaum bereit sein wird, mal eben zwanzig Euro für einen neuen Akku auszugeben. “ Die Tesla-Konkurrenz schläft nicht Teslas Batterie-Schnellstart hat Musks Unternehmen einen Vorsprung verschafft, aber die Konkurrenz ist inzwischen aufgewacht. So plant inzwischen auch VW eine riesige Akku-Fabrik und will in Sachen Elektromobilität kräftig investieren. Die Rede ist von einem Investment in Höhe von bis zu zehn Milliarden Euro. Das Ziel: Nicht weniger als die Spitze des Marktes für Elektromobilität will Volkswagen erklimmen. Auch BMW hat bei seinem Elektroautogeschäft Fahrt aufgenommen.

Hier kommt eine industriell gefertigte Batterie mit eigens abgestimmten Zellen zum Einsatz. zwanzig Jahre Lebenszeit sagte etwa Sven Bauer den BMW-Batterien voraus. Diese Qualität geht aktuell noch etwas zu Lasten der Reichweite, doch auch hier holt BMW auf. Der elektrisch aufgefrischte i3 soll es dank höherer Speicherdichte der Lithium-Ionen-Zellen auf eine Kapazität von dreiunddreißig Kilowattstunden bringen, wodurch sich die Normreichweite des BMWs um etwa fünfzig Prozent auf etwas zwischen einhundertneunzig und dreihundert Kilometer vergrößern dürfte. Größere Reichweiten sind auch hier sicherlich nur eine Frage der Zeit. Im Vergleich zu den Tesla-Batterien baut die Reichweite der Konkurrenz jedoch auf der Basis einer deutlichen längeren Batterie-Lebensdauer auf. Österreicher bauen Batterie, die Tesla ausstechen soll Vor kurzem sorgten außerdem drei Österreicher für ordentlich Furore. Die drei Brüder Philipp, Johann und Markus Kreisel rühmen sich damit, „die leichteste, kompakteste und sicherste Batterietechnologie für mobile und stationäre Stromspeicher“ gebaut zu haben, wie etwa Markus Kreisel der „Welt“ sagte. Aus ihrem Erfolgsrezept machen die Brüder kein Geheimnis. Die „Kreisel-Batterien“ bestehen zwar wie bei Tesla ebenfalls aus Lithium-Ionen-Akkus als standardisierte Rundzellen, jedoch haben die Kreisels ein neues Verfahren entwickelt, das Tesla ausstechen soll. Dabei werden die einzelnen Zellen wie Patronenhülsen bei einem Gewehrmagazin in Kunststoffkapseln gesteckt, bevor die Zwischenräume mit einer nicht leitfähigen Kühlflüssigkeit fluten. Dieses Verfahren verkürzt die Ladezeiten der Batterien und verlängert gleichzeitig ihre Lebensdauer.