Covid-19? Ist sie gefährlich? Der Coronavirus

absolutasset.de_der coronavirus in deutschland

Ende Dezember wird das Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in China über das Auftreten einer mysteriösen Lungenkrankheit in Zentral-Wuhan, China, informiert. Wenig später ist klar: Sie wird durch ein neues Coronavirus verursacht.
Seitdem haben sich Zehntausende das Virus zugezogen und Tausende sind an der Atemwegserkrankung Covid-19 gestorben. Der Erreger breitet sich nun in Deutschland aus. Was sind die Symptome? Wir klären auf:

Die Symptome des Coronavirus: Was wissen Sie über den Erreger?

Der Erreger ist das Coronavirus (CoV). „Diese Virusgruppe kennen wir seit vielen Jahren, und jeder zehnte Deutsche hat mit ihr Kontakt gehabt“, sagt Professor Marilin Addo vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Coronaviren können harmlose Erkältungen und schwere Krankheiten wie Sars oder Mers verursachen.
Die neue Variante des Virus heißt SARS-CoV-2. Bisher wurde angenommen, dass das Virus von einem Tier – was unklar ist – auf den Menschen übergegangen ist. Seither hat es sich von Mensch zu Mensch ausgebreitet. Die Quelle ist ein geschlossener Fischmarkt im chinesischen Ballungsraum Wuhan, wo auch Wildtiere angeboten werden.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Die erste Annahme, dass das Virus nur von Menschen übertragen werden kann, die bereits Symptome haben, ist längst verworfen worden. Das zeigen auch die bisher in Deutschland registrierten Fälle. „Der Erreger kann auch während der Inkubation übertragen werden“, sagt Addo.

Die Übertragung beruht auf Vorkenntnissen über Tropf- und Pilzinfektion:

Ein Niesen
Husten
Hände schütteln

Es ist schwierig, die Infektiosität eines neuen Virus zu beurteilen. Die chinesischen Behörden gehen davon aus, dass eine infizierte Person durchschnittlich 1,4 bis 2,5 Menschen infiziert – was ähnlich wie bei SARS wäre.

„Zahlen wie diese sind äußerst zuverlässig“, sagt der Berliner Virologe Drosten. Die Übertragungsrate hängt also von verschiedenen Faktoren ab – zum Beispiel davon, ob die Menschen sozial aktiv sind oder wahrscheinlich zu Hause bleiben. Genau das, so Drosten, sei das Ziel des chinesischen Handelns. „Ich denke, diese Maßnahmen funktionieren.“

Es sei schwierig, die Zahl der Menschen zu schätzen, die mit dem Virus infiziert sind, wenn sie mit einer infizierten Person in Kontakt kommen, sagt Drosten. Die aktuellen Zahlen liegen bei 5 bis 10%, sagt der Virologe.

Mortalität: Wie gefährlich ist das Corona-Virus?

Die so genannte Sterblichkeits- oder Todesrate liegt bei 2,8%, basierend auf den chinesischen Behörden. Diese variiert jedoch mit dem Alter. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt die Mortalität jedoch zwischen 0,3 und 0,7%.

Dass der Wert in China aufgrund der Ausgangssituation deutlich höher liegt, ist dort anders. „Es ist jetzt fast unmöglich zu sagen, wie gefährlich das Virus ist“, sagte Christian Drosten, Virologe der Chariti Berlin, am Montag auf einer Bundespressekonferenz. „Es gibt viel Drama in den sozialen Netzwerken. Auch im Theater gibt es viel zu tun.“

E: „Im Vergleich dazu hat Mers eine Sterblichkeitsrate von 30 bis 40%“, sagte Addo, Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten am UKE. So schützt sich Deutschland vor dem Kronenvirus.

Das tatsächliche Ausmaß der Epidemie in China scheint jedoch nicht klar zu sein, denn die Zahl hat sich mehrfach verändert, was sich erheblich auf die offiziellen Statistiken auswirkt. Wie die chinesische Zeitschrift Caikin berichtet, können zum Beispiel Menschen, deren Infektion zwar nachgewiesen ist, die aber keine Symptome der Krankheit zeigen, seit Anfang Februar nicht mehr als neu bestätigte Infektionen angesehen werden, sondern können sich anderswo befinden. Auch diese Menschen können ansteckend sein.

Experten sagen, dass sich Veränderungen auch auf statistische Erhebungen auswirken können, wie etwa die Mortalität. „Es zeigt, dass sie häufiger und schwieriger zu erfassen sein kann als das, was wir als das wichtigste Element des Augenblicks ansehen“, sagt Caikin, zitiert von Michael Mina von der Harvard School of Public Health.

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